Kreditkarten

 

Ist die Problematik des Kartenmissbrauchs bei Debitkarten immer wieder in den Medien präsent, so fühlt sich der Besitzer einer Kreditkarte aufgrund anderer Haftungsregelungen geringeren Schadensrisiken ausgesetzt.

Der interessierte Kunde stellt aber schnell fest, dass es durchaus geschädigte Kreditkartenbesitzer gibt, deren Erfahrungen sich in Nichts von den Erfahrungen von Debitkartenkunden unterscheiden - nachzulesen auf einer Webseite zum Kreditkartendiebstahl.

Die Problematik bei Kreditkarten lässt sich wesentlich kürzer fassen und ich beschränke mich in diesem Fall auf eine Webseite.

Die wesentlichen mir bekannten Funktionen lauten wie folgt: 

  • Kartennutzung mittels Unterschrift
    Nutzung in Akzeptanzstellen (Hotels, Gastronomie, Einzelhandel usw.). Der Kunde bestätigt die Buchung mit einer Unterschrift auf einem ihm ausgehändigten Kassenbeleg.
  • Nutzung im Internet
    Durch Angabe relevanter Kartendaten wird das entsprechende Konto belastet.
  • Bargeldabhebung an Geldautomaten
    Bargelversorgung im In- und Ausland an allen Automaten mit dem Logo der entsprechenden Kreditkarttenorganisation unter Nutzung der dem Kunden mitgeteilten persönlichen Geheimzahl (PIN - Personal Identification Number). Die Karte kann also global für diesen Zweck genutzt werden.

Die Haftungssituation ist allerdings bei der Unterschriftnutzung für den Kunden vorteilhaft, da sich sein Haftungsrisiko üblicherweise auf einen Fixbetrag beläuft - das Risiko ist demnach für den Kunden sehr begrenzt und gering.

Bei der Bargeldverfügung an Geldautomaten gelten aber sehr ähnliche Haftungsbedingungen wie bei Debitkarten. Auch das Risiko ist in sehr ähnlicher Weise zu bewerten.

 

Wie sehen nun die Schutzmöglichkeiten für den Kunden aus?

1.    Beeinflussung Verfügungsrahmen

Der Kunde hat die Möglichkeit die Verfügungsrahmen seinem individuellen Bedarf anzupassen.

Ich selber habe für meine Kreditkarten die Verfügungsrahmen überprüft mit dem Ergebnis, dass mir eine deutliche Reduzierung dieser möglich war.

2.   Verzicht auf PIN bei Kreditkarte

In der Regel wird für jede Kreditkarte auch ein PIN-Brief an den Kunden versandt. Da eine Bargeldversorgung an Automaten üblicherweise wesentlich preiswerter über eine vorhandene Debitkarte abgewickelt werden kann, ist es durchaus denkbar, dass die PIn für die Kreditkarte häufig ungenutzt bleibt. Wenn die Kreditkarten-PIN nun aber selten bzw. gar nicht genutzt wird, so ist es auch gar nicht so einfach sich die PIN zu merken und vertragsgemäß mit dieser PIN unzugehen, (d.h. sie nicht zu notieren). Wenn die PIn aber tatsächlich gar nicht benötigt wird, so stellt sich die Frage, ob es nicht möglich ist eine Kreditkarte zu bekommen, welche nicht über eine PIN verfügt.

Ich selber habe für meine Kreditkarten angefragt, ob mir mein Institut Kreditkarten ohne PIN zuweisen könnte. Dies wurde bejaht und ich habe schließlich derartige Karten erhalten. Es ist also möglich auf eine PIN bei einer Kreditkarte zu verzichten. (Allerdings muss ich dazu erwähnen, dass eine derartige Kundenanfrage wohl äußerst unüblich ist, denn in meinem Fall hatte ich zunächst zwei neu versandte Karten mit zugehörigen PIN-Briefen zurücksenden müssen, bis ich im dritten Anlauf eine Karte ohne PIN-Brief erhalten habe. Ob die Karte tatsächlich keine PIN hat, kann ich allerdings nicht sagen; stutzig gemacht hat mich eine Bemerkung einer Bankmitarbeiterin, dass sie für meine Karte zutreffenderweise 'PIN-Brief nicht versenden' angekreuzt habe. Zumindest habe ich wunschgemäß definitiv keinen PIN-Brief erhalten.

 

 Zum Abschluss habe ich noch eine Quintessenz benannte Seite verfaßt.